Alt text

Gründungsradar

Der Gründungsradar des Stifterverbandes vergleicht Hochschulprofile in der Gründungsförderung an deutschen Hochschulen.

Microsite zum Gründungsradar

 
Wissens- und Technologietransfer ist neben Forschung und Lehre ein zentrales Handlungsfeld für Hochschulen in Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren wurde dieses Handlungsfeld durch zahlreiche Förderinitiativen gestärkt. Gründungen aus Hochschulen durch Studierende und Wissenschaftler stellen einen wichtigen Mechanismus für den Wissens- und Technologietransfer dar.

Ein umfassendes Angebot in der Gründungsförderung kann die Attraktivität der Hochschule bei Studierenden erhöhen, ein attraktives Umfeld für unternehmerische Wissenschaftler und Studierende schaffen und zur Erschließung des ungenutzten Innovationspotenzials am Hochschulstandort beitragen. Zudem stehen erfolgreiche Gründungsaktivitäten in einem engen Zusammenhang mit der Entwicklung und Innovationstätigkeit des (regionalen) Umfelds und schaffen Schnittstellen für eine Kooperation mit Unternehmen oder unternehmensnahen Netzwerken.

Mit dem Gründungsradar 2016 wird zum dritten Mal die Gründungskultur an Hochschulen in Deutschland in den Blick genommen. Im Fokus steht die Frage, wie Hochschulen die Gründung von Unternehmen fördern – durch Gründungssensibilisierung und -unterstützung sowie durch institutionelle Verankerung einer nachhaltigen Gründungskultur. In die Bewertung fließt aber auch ein, welche Gründungsaktivitäten dabei am Ende realisiert werden, das heißt, welchen Output die Bemühungen in der Gründungsförderung hervorbringen.

Als Schwerpunktthema untersucht der aktuelle Gründungsradar die institutionelle Verankerung der Gründungsförderung. Die Vernetzung mit externen Partnern, eine interne Verknüpfung von Gründungsberatung, -lehre und -forschung sowie eine explizite Verantwortung in der Hochschulleitung spielen für den Erfolg aus Sicht der befragten Hochschulen eine entscheidende Rolle. Der Gründungsradar gibt außerdem Hinweise für die Weiterentwicklung der Gründungskultur im akademischen Umfeld.

 

Gründungsförderung in Zahlen

Kernergebnisse des Gründungsradars 2016

  • Die Sieger des Gründungsradars sind die Hochschule München und die Technische Universität München bei den großen Hochschulen, die Leuphana Universität Lüneburg bei den mittleren Hochschulen und die HHL Leipzig Graduate School of Management bei den kleinen Hochschulen. Alle vier Hochschulen können in allen der vier betrachteten Themenbereiche überzeugen und haben Vorbildcharakter für andere Hochschulen.
  • Die Gründungskultur entwickelt sich insgesamt weiter positiv: Der Anstieg der Gesamtpunktzahl im Ranking macht dies deutlich. Die Leistungssteigerung ist in der Gründungsverankerung am stärksten.
  • Hochschulen mit unterschiedlichen Profilen, auch nicht technische und künstlerische Hochschulen, können beim Gründungsradar punkten.
  • Fachhochschulen sind bei den mittelgroßen und kleinen Hochschulen überproportional häufig in der Gruppe der Hochschulen mit Verbesserungspotenzial vertreten.
  • EXIST-Hochschulen überwiegend an der Spitze: Die Hochschulen, die eine Förderung im Rahmen des Programms EXIST-IV Gründerhochschulen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erhalten, erzielten insgesamt höhere Punktwerte und befinden sich in allen drei Größengruppen überwiegend an der Spitze. Sie verfügen im Durchschnitt über mehr als viermal so viele Stellen in der Gründungsunterstützung, die jedoch größtenteils drittmittelfinanziert sind.
  • Hochschulen mit technischem Profil haben nicht unbedingt mehr Gründungen, die auf Patenten bzw. anderen Schutzrechten basieren und auch nicht mehr Kapitalgesellschaften-Gründungen als nicht technische Hochschulen.

 

Der Gründungsradar wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert und vom Stifterverband in Kooperation mit der Heinz Nixdorf Stiftung durchgeführt.

Kontakt

Andrea Frank

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Forschung, Transfer und Wissenschaftsdialog".

T 030 322982-502
F 030 322982-515

E-Mail senden

Dr. René Krempkow

ist Wissenschaftlicher Referent im Hauptstadtbüro des Stifterverbandes.

T 030 322982-541
F 030 322982-515

E-Mail senden

Elena Mostovova

ist Wissenschaftliche Referentin im Hauptstadtbüro des Stifterverbandes.

T 030 322982-543
F 030 322982-515

E-Mail senden